Sibirische Lärche

 

Die Sibirische Lärche (Larix Sibirica) gehört zur Familie der Kieferngewächse in der Klasse der Nadelhölzer. Ihr Holz übertrifft das der Europäischen Lärche hinsichtlich seiner hohen Härte, Dauerhaftigkeit, Feuchtigkeitsbeständigkeit, Haltbarkeit und seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber Holzfäule.

Das Holz der Sibirischen Lärche bleibt während der gesamten Nutzungsdauer lebendig und scheidet Phytonzide aus, gasförmige Substanzen, welche die Luft auf natürliche Weise von schädlichen Mikroben reinigen. Phytonzide vermindern Erkältungen und Viruserkrankungen, in einem Haus aus Sibirischer Lärche kommt es seltener zu Kopfschmerzen oder Viruserkrankungen, und auch der Blutdruck kann sinken.

Nach der EU-Norm ЕН 350-2:1994 zählt die Sibirische Lärche zu den Hölzern, die gegenüber Holzfäule am widerstandsfähigsten und von der Schädigung durch Pilze und Insekten praktisch nicht betroffen sind.

Untersuchungen von Experten der Staatlichen Moskauer Universität für Forstwirtschaft zeigten, dass die Feuerfestigkeit von sibirischem Lärchenholz doppelt so hoch ist wie die von gewöhnlichem Kiefernholz. Die hohe Wärmekapazität des sibirischen Lärchenholzes ermöglicht es, ein Haus im Winter warm und im Sommer kühl zu halten.

 

Aus Sibirischer Lärche wurden gebaut: 

 

 Venedig

Venedig wurde vom 5. – 9. Jahrhundert erbaut. Zur Verstärkung der verschiedenen Konstruktionen wurden etwa 400.000 Pfähle aus Lärchenholz verwendet. 1827, also 1000 – 1400 Jahre später, wurde ein Teil der Pfähle untersucht. Hinsichtlich ihrer Beständigkeit stellte man fest, dass die Pfähle aus Lärchenholz, auf denen der unter Wasser gelegene Teil der Stadt steht, hart wie Stein geworden waren.

 

 

Trajansbrücke

104 – 105 n.Chr. auf Befehl des römischen Kaisers Trajan vom Architekten Apollodor von Damaskus erbaut (später zerstört). Als Stützmaterial wurden Pfähle aus Lärchenholz verwendet. Die Brückenpfeiler wurden 1858 sichtbar, als der Wasserstand sehr niedrig war (sie standen fast 18 Jahrhunderte lang), und waren derart versteinert, dass sie mit einer Axt nicht zerhackt werden konnten.

 

Holzfenster der Eremitage (St. Petersburg)

Die Residenz der russischen Monarchen, der Winterpalast, wurde 1754 – 1762 nach einem Plan von Bartolomeo Rastrelli erbaut. Er befindet sich am Ufer der Newa im Zentrum von Sankt Petersburg und ist Teil des einmaligen architektonischen Gebäudekomplexes, der das Kunstmuseum Eremitage beherbergt.

 

 

 

Belag der Radrennbahn im Sportzentrum in Krylatskoje, Moskau

image0111979 begann man in Moskau mit dem Bau der größten überdachten Radrennbahn der Welt in Krylatskoje. Auf die Stahlmembran der Rennbahn wurde eine vier Millimeter dicke Schicht aus Lärchenholz gesetzt, die sich ausgezeichnet zum schnellen Fahren eignet. Auf der Rennbahn werden die verschiedensten Wettkämpfe vom Sprint bis zu Steherrennen durchgeführt.